In der Zielgeraden…

Wir befinden uns so allmählich auf den letzten Metern. Allmählich – das heißt: Eigentlich tut sich im und am Haus nicht so wahnsinnig viel und trotzdem gibt es eine Menge zu tun.

Das Aufheizprogramm für den Estrich läuft noch und der Elektriker ist immer wieder zugange (aber noch lange nicht fertig). Zwischenzeitlich hat er unser Haus ans Stromnetz angeschlossen. Dabei hat er den Baustrom unserer zukünftigen Hinterlieger abgeklemmt, weil die angeblich nicht gleichzeitig noch an unserer Hausanschluss-Säule angeklemmt bleiben können. So ganz habe ich nicht verstanden, wo das Problem liegt. Nur leider hat das für Verstimmungen mit den Hinterliegern geführt, die deswegen einen Baustopp hatten. Was niemals unsere Absicht war.

Mit der Telekom gibt es ein Problem, da der Straßen-Anschlusspunkt auf der anderen Seite der Baustrassen-Überfahrt liegt. Also kommen wir da erst ran, wenn der Hinterlieger fertig mit dem Bauen ist. Bei dem steht bis jetzt das Erdgeschoß. Wir werden wohl erstmal ohne Telefon-Anschluss einziehen müssen! Bin gespannt, was 1&1 dazu sagt, mit denen ich noch weitere 12 Monate Vertragsbindung habe…

Firma Pulvermacher hat uns immerhin schon zugesagt, dass wir in der Warteliste für Dämmung und Außenputz schon ganz weit vorne liegen, so dass dies noch im Oktober erfolgen kann. Später geht dann auch nicht mehr.

Die größte Herausforderung im ganzen Hausbau haben wir nun auch hinter uns gebracht: die Qual der Fliesenwahl. (Fast) nichts war schwieriger während der gesamten Bauphase. Am Ende war es soweit, dass der Fliesenleger (Firma Dietz) am 17.9. ankündigte, sie würden am 25.9. beginnen. Dumm nur, dass wir noch gar keine Fliesen bestellt hatten! Immerhin hatten wir schon eine engere Auswahl, wobei unsere Favoriten viel zu teuer waren. Diese stammten vom Fliesen-Zentrum Berlin, mit denen ich unter Zeitdruck in die Verhandlung ging. Es gelang mir, den Verkäufer um gut 1000€ im Preis zu drücken. Ich schwärmte ihm von einer imaginären Baumarktfliese vor, die fast genauso schön sei, aber sooooo viel billiger… – Was da auf einmal möglich wurde, hat mich dann selbst erstaunt. Und das Beste war: Die Fliesen waren bis auf das Brick-Mosaik auf Lager und konnten innerhalb eines Tages geliefert werden!

Firma Dietz haben wir jetzt nur mit dem Minimalprogramm beauftragt. Eigentlich wollten wir Bad, Gäste-WC (Boden und Wand), Küche und Flur (jeweils nur Boden) von denen machen lassen. Aber 2560€ Arbeitskosten waren mir dann doch zu viel (also noch ohne Fliesen!). Für die Town&Country Standardleistung werden 690€ gegengerechnet (was den Fliesenpreis von 20€/qm wohl schon enthält!). Diese Woche kamen dann noch mal 300€ Aufpreis für Edelstahlleisten statt Plastik als Kantenschutz im Bad hinzu! Bei Selbstbesorgung der Leisten verlangen sie immer noch 133€ Aufpreis – wobei sich mir kein wirklich relevanter Mehraufwand erschließt. Für das Verlegen von “Fremdware” müssen wir eh schon 250€ Aufpreis zahlen. “Fremdware” heißt, dass wir die Fliesen nicht beim Kooperationspartner Raab-Karcher, sondern sonstwo gekauft haben. Ein Verkäufer in einem Fliesengeschäft sagte uns unter der Hand, dass die Fliesenleger üblicherweise eine saftige Provision von den Fliesengeschäften erhalten – klar, wer die mitbezahlen darf! Als Bauherr fühlt man sich wieder einmal wie ein wandelnder Geldsack für alle…

Nebenbei arbeiten wir an unserem 10qm-Geräte-Häuschen. Wer glaubt, mit einem Tausender Anschaffungskosten für das Häuschen sei es getan, irrt gewaltig: Für ein einfaches Plattenfundament (64 Betonplatten + 2t RCT-Schotter + Sand + Miete für “Robben & Wientjes”-Pritschenwagen), Holzschutz und Lasur, sowie zwei Rollen Dachpappe muss man locker nochmal 500€ zusätzlich berappen. Geld, Geld, Geld…
Fundament Gerätehaus (Bild)Der Verlegeboden (Sand) für das Plattenfundament. Sieht einfach aus, war aber schon eine Menge Arbeit!